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Ich und mein Psychiater

Eulenspiegel 1/02

/blick  blicknegativ Seltsam!


Vor mir liegt ein Satiremagazin, der "Eulenspiegel", Heft 1/02. Auf dem Titel steht: "Wie verrückt sind Psychiater?". Seltsam, den Artikel finde ich nicht. Dafür gibt es auf Seite 3 eine Hausmitteilung des Chefredakteurs "xxx".

Mittendrin ein erster Hinweis:

"Einer der seltsamsten Berufe ist der des Psychiaters. Der Arbeitstag des Psychiaters sieht in etwa folgendermaßen aus: Der Patient kommt ins Zimmer und legt sich auf die Couch. Dann wird er gebeten, dem Psychiater seine Lebensgeschichte zu erzählen. Wenn er damit anfängt, startet der Psychiater sein Diktiergerät, damit die Kollegen auf der nächsten Cocktailparty was zu lachen haben. Danach verläßt er heimlich das Büro, geht Mittag essen, vögelt danach die Sekretärin und stiehlt sich dann zurück ins Zimmer, wo er sich Watte in die Ohren stopft, um in Ruhe Zeitung zu lesen... Manchmal ist der Psychiater auch Gutachter bei Gerichtsverhandlungen. Dann zeigt er dem Angeklagten Bilder von nackten Frauen und fragt ihn, was er darauf sieht. Erkennt der Angeklagte eine nackte Frau, wird er sofort in eine geschlossene Anstalt überwiesen."

Schließlich bringt es "xxx" ganz "satirisch" auf den Punkt: "Lustige Spielchen wie diese sollten wir dem Psychiater gönnen, denn der oben geschilderte normale Tagesablauf kann auf Dauer doch etwas langweilig werden. Falls Sie jetzt neugierig geworden sind und noch mehr über diesen faszinierenden Beruf wissen wollen, dann lesen Sie am besten unseren Artikel auf Seite 48. ..."

Dort steht: "Ich und mein Psychiater" - und eben nicht wie angekündigt: "Wie verrückt sind Psychiater". Nach der Lektüre macht das keinen Unterschied mehr, finde ich. Seltsam, was ist eigentlich Satire?

Immerhin, der provokative Beitrag ist "presseethisch noch tolierierbar"

Herzlichst, Ihr
Roland Hartig, nee
XXXL
(Chefredakteur Lichtblick)
 
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Zu:
Ich und
mein Psychiater 

Von Peter Arp,
Chefschiffbau-
facharbeiter

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Karl Heinz Möhrmann:
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des Deutschen
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